Inhaltsverzeichnis
- Wann ist eine Kopplung von Sammelgruben sinnvoll?
- Das modulare Prinzip der Ganges-Sammelgrube
- Grundprinzip der Kopplung
- Wichtige Planungsparameter vor dem Einbau
- Abstand und Anordnung der Behälter
- Einbau der Kopplung – Ablauf in der Praxis
- Wartung und Betrieb gekoppelter Systeme
- Vorteile der Kopplung im Überblick
- Fazit
Bei vielen Bau- und Gewerbeprojekten reicht das Volumen einer einzelnen Abwassersammelgrube nicht aus. Gleichzeitig sollen Planung, Einbau und Wartung möglichst überschaubar bleiben. Die Ganges-Abwassersammelgrube von Nautilus ist genau für diesen Anwendungsfall ausgelegt: Mehrere Behälter lassen sich zu einem gemeinsamen Speichersystem koppeln und so flexibel an den tatsächlichen Bedarf anpassen.
Der folgende Beitrag erklärt, wann eine Kopplung sinnvoll ist, wie sie technisch umgesetzt wird und worauf bei Planung und Einbau unbedingt zu achten ist.
Wann ist eine Kopplung von Ganges Sammelgruben sinnvoll?
Die Kopplung mehrerer Abwassersammelgruben kommt immer dann zum Einsatz, wenn:
- ein einzelnes Behältervolumen nicht ausreicht
- gesetzliche Vorgaben größere Speicherintervalle verlangen
- der Abwasseranfall stark schwankt (z. B. Gewerbe, Feriennutzung)
- eine spätere Erweiterung bereits eingeplant werden soll
Typische Einsatzbereiche sind Gewerbebetriebe, landwirtschaftliche Anwesen, größere Wohnobjekte oder temporäre Nutzungen wie Baustellen und Veranstaltungsflächen.
Das modulare Prinzip der Ganges-Sammelgrube
Die Ganges-Sammelgrube ist als monolithischer Polyethylen-Behälter mit einem Einzelvolumen von 5.000 Litern ausgeführt. Durch die Kopplung mehrerer Behälter entstehen größere Gesamtspeicher:
- DUO-System: 2 Behälter → 10.000 Liter
- TRIO-System: 3 Behälter → 15.000 Liter
Alle Behälter bleiben eigenständig, arbeiten hydraulisch jedoch als ein gemeinsames Speichersystem.
Grundprinzip der Kopplung
Die Verbindung der Sammelgruben erfolgt über seitliche Rohrdurchführungen. Dabei werden die Behälter auf gleicher Höhe installiert und über kurze Verbindungsleitungen miteinander verbunden.
Wesentliche Merkmale der Kopplung:
- Verbindung über DN-Rohrleitungen
- Abdichtung mit speziellen Dichtungen für Polyethylen
- Gleichmäßiger Füllstand in allen Behältern
- Keine beweglichen Teile innerhalb der Kopplung
So wird sichergestellt, dass sich das Abwasser gleichmäßig auf alle Gruben verteilt.
Wichtige Planungsparameter vor dem Einbau
Bevor mit dem Einbau begonnen wird, sollten folgende Punkte festgelegt sein:
- gewünschtes Gesamtvolumen
- Anzahl der zu koppelnden Behälter
- Lage und Ausrichtung der Gruben
- Zufahrtsmöglichkeiten für Entsorgungsfahrzeuge
- Bodenverhältnisse und Grundwasserstand
Eine saubere Planung verhindert spätere Umbauten oder Einschränkungen im Betrieb.
Abstand und Anordnung der Behälter
Zwischen den einzelnen Ganges-Sammelgruben ist ein Mindestabstand von 0,5 m einzuhalten. Dieser Abstand ist notwendig für:
- sichere Montage der Kopplungsleitungen
- fachgerechte Verdichtung des Verfüllmaterials
- langfristige Standsicherheit der Behälter
Die Behälter werden in der Regel nebeneinander angeordnet. Bei drei Gruben erfolgt die Kopplung in Reihe.
Einbau der Kopplung – Ablauf in der Praxis
Der grundsätzliche Ablauf der Kopplung gliedert sich in folgende Schritte:
- Positionieren der Behälter
Die Gruben werden auf einer ebenen, tragfähigen Bettung aus Kies oder Sand ausgerichtet. - Markieren der Durchführungen
Die vorgesehenen Kopplungspunkte werden an den Behälterwänden angezeichnet. - Herstellen der Rohrdurchführungen
Die Öffnungen werden fachgerecht gebohrt und entgratet. - Montage der Dichtungen und Rohre
Die Verbindungsrohre werden eingesetzt und dauerhaft abgedichtet. - Kontrolle der Ausrichtung
Vor dem Verfüllen wird geprüft, ob alle Behälter spannungsfrei verbunden sind. - Verfüllen und Verdichten
Der Arbeitsraum wird lagenweise verfüllt und verdichtet.
Wartung und Betrieb gekoppelter Systeme
Ein gekoppeltes Ganges-System erfordert keine zusätzliche Wartung gegenüber einer Einzelgrube. Dennoch sollten folgende Punkte beachtet werden:
- regelmäßige Kontrolle der Einlauf- und Entlüftungsleitungen
- Sichtprüfung bei jeder Entleerung
- fachgerechte Entsorgung durch zugelassene Entsorgungsbetriebe
Da alle Behälter denselben Füllstand haben, genügt eine zentrale Entleerung.
Vorteile der Kopplung im Überblick
Die Kopplung mehrerer Ganges-Sammelgruben bietet klare Vorteile:
- flexible Anpassung an steigenden Bedarf
- einfache Erweiterbarkeit ohne Systemwechsel
- hohe Betriebssicherheit durch statische Behälter
- keine komplexe Technik oder Steuerung
- wirtschaftliche Lösung für große Volumina
Gerade bei langfristig geplanten Objekten schafft das modulare System Planungssicherheit.
Fazit
Die Kopplung von Ganges-Abwassersammelgruben ist eine technisch durchdachte und praxisbewährte Lösung, um größere Speichervolumina effizient umzusetzen. Durch klare Einbauvorgaben, robuste Materialien und ein einfaches Verbindungskonzept entsteht ein zuverlässiges Gesamtsystem, das sich flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen lässt.
Wer heute schon an morgen denkt, plant die Kopplung direkt mit ein – oder hält sich zumindest die Option für eine spätere Erweiterung offen.
